Mercedes Benz Sprinter mit Straßensicherungs-Anhänger

 

 

Nachdem die Fa. Bruder ihren MB Sprinter auf den Markt gebracht hatte, schoss mir gleich (wie bestimmt vielen anderen auch) die Idee durch den Kopf - den bau ich um - Maßstab passt, Modell ist sehr Detailgetreu ... gesagt getan.
Auf der Messe in Leipzig habe ich dann letztes Jahr günstig einen Sprinter ergattern können.

Nachdem ich den Sprinter mühsam auseinander genommen und in seine Einzelteile zerlegt hatte, wurde mir schnell klar, dass ich meine Vorstellungen nicht so einfach wie gedacht verwirklichen konnte.
Aber ich habe ja einen guten Freund, der - wenn er auch in Berlin wohnt - mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Also ist dieser MB Sprinter ein Teamwork zwischen LKW-Modellbau-Berlin (LMB) und mir.

Wobei ich nur die Ideen geliefert habe ...

Zum Modell:
Basis ist der MB Sprinter von der Fa. Bruder in kompletter Plastikbauweise.
Das, was ich davon verwenden konnte, beschränkt sich auf die Ladefläche, die Bracken, das Fahrerhaus nebst Türen und Anbauteilen, der "Bodenwanne" des Fahrerhauses, der Beleuchtungseinheiten hinten und vorne, den hinteren Radabdeckungen sowie der „Verglasung“ und der Anhängerkupplung. Zuerst wollte ich auch den Rahmen verwenden. Aber es stellte sich relativ schnell heraus, dass er für die weiteren Umbaumaßnahmen ungeeignet war.

Angefangen wurde der Umbau mit dem Antrieb. Da leistet ein Motor nebst Getriebe der Fa. Fischertechnik hervorragende Dienste. Somit besitzt der Sprinter einen Direktantrieb ohne Kardanwelle, da das Differential direkt hinter dem Motor sitzt (Motor Power Set 34965).

Die Reifen, Felgen und Achsen konnten nicht wie geplant verwandt werden. Daher sind sie ersetzt worden. Die Reifen sind von Klaus Kunz / Maudorf.

Das Fahrgestell wurde nach längerem Tüfteln, Umbauen und Basteln von LMB gefertigt und erfüllt die Anforderungen hervorragend. Die Vorderachse des Originals von Bruder war nicht zu verwenden (weil sie nicht beweglich war). Daher wurde die Vorderachse von LMB gefertigt (natürlich Kugelgelagert). Ebenfalls die Hinterachse. Da das Fahrzeug nun auf seinen neuen Reifen / Felgen stand, einen neuen Rahmen hatte sowie eine bewegliche (lenkbare) Vorderachse, war das Gröbste geschafft.

Das Feintuning mit der Elektronik konnte beginnen.
Das Fahrzeug sollte mit Licht, Blinkern, einer Warnblinkanlage, Rück- und Bremslicht sowie Dachwarnleuchten versehen werden. Da die üblicherweise verwendeten Platinen aufgrund von Platzmangel nicht in Frage kamen, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Ich konnte hier Bausteine von Alexander Müller / Müllex (Berlin) verwenden, die sehr klein sind, da SMD Bauweise. Die vier Bausteine sind so klein, dass sie bequem unter die Sitze im Fahrerhaus passen und sogar noch Platz lassen für eine Platine zur Verteilung der „Ströme“ sowie den Empfänger. Fahrtregler und Lenkservo wurden unter dem Fahrzeug platziert. Sämtliche Beleuchtungsmittel sind LED's in 3 und 5 mm. Außerdem verfügt das Fahrzeug über eine Ladebuchse, da an die – unter der Ladepritsche angebrachten Akkus – nicht mehr so ohne weiteres dran zu kommen ist. Auf dem Dach sitzt ein Warnbalken der Fa. Bruder (auf das erforderliche Maß gekürzt) mit Beleuchtung versehen und kraftvoll wechselweise blitzend.

Zu guter letzt wurde das Fahrzeug noch weiß lackiert und mit einer Beschriftung versehen.

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Der Anhänger, ebenfalls von der Fa. Bruder, wurde von mir wie folgt umgebaut:

Die am Original angedeuteten Rückleuchten des Anhängers und der Warntafel wurden von mir durch 3-Kammer-Leuchten ersetzt, mit LED's bestückt und sind nun funktionstüchtig (Blinker, Brems- und Rücklicht).
Ferner wurde ein Kabel zum Zugfahrzeug und zwei Lochplatinen unter dem Anhänger zum Verteilen der „Ströme“ angebracht, so dass die Lampen mit Strom versorgt werden.

Die Übertragung der Licht-, Brems- und Blinkfunktion vom Anhänger zur Warntafel wurde mittels Steckkontakt Marke Eigenbau verwirklicht, sodass ich einerseits nur mit dem Anhänger fahren kann oder andererseits mit dem Anhänger nebst aufgebauter Warntafel. Hintergrund: bei angebauter Warntafel werden die Rückleuchten des Anhängers verdeckt.

Aufgrund der Tatsache, dass die Originalelektronik nach etwa 2 Minuten abschaltet, wurde sie entfernt. Die Originalplatine ist allerdings ebenso erhalten geblieben wie die LED's. Die nun eingebaute Elektronik stammt von Alexander Müller (Müllex / Berlin) und ist eine Sonderanfertigung. Sie erlaubt das Blinken des Pfeils nach rechts oder links sowie das Umschalten der beiden oberen Warnlampen von Blink- auf Blitzbetrieb.
Da die beiden Originalschalter nicht mehr zu verwenden waren, wurden sie von mir durch drei Schalter ersetzt.

Schalter 1 = Ein - Aus
Schalter 2 = Richtungswechsel des Pfeils (links / rechts)
Schalter 3 = Wechsel von Blink- auf Blitzbetrieb

Die Warntafel an sich wird weiterhin von zwei Akkus mit Strom versorgt, wie es im Original auch ist.

Ansonsten wurde der Anhänger nicht verändert.

 


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Vorlage des Modells

Das Modell ist von Ulrich Kwiaktowski

 

erstellt am: 11.03.2007

geändert am: