Brücken Transportkiste


 

Mehrfach habe ich die Transportkisten vom Vereinskollegen Rainer Nellißen begutachtet und mir dazu Gedanken gemacht. Nach mehreren Gesprächen mit ihm und einigen Planungsskizzen stand die Entscheidung fest. Es sollen besondere Transportkisten werden. Auf der einen Seite sollen die Transportkisten mir das Modell sicher und geschützt zum Veranstaltungsort bringt. Gleichzeitig soll es nach der Entnahme des Modells ein Dekorationsartikel auf der Ausstellungsfläche sein.
Meine Transportkiste besteht aus Leimholzplatten, in diesem Fall 16 mm stark, mit einer Länge von 120 cm und 40 cm Breite. Die Tiefe der Kiste beträgt 37 cm und hat eine Höhe von 50 cm im zusammengeklappten Zustand. Die Höhe von 50 cm kommt wie folgt zusammen, 40 cm durch das Leimholz und durch die aufgesetzte Holzleiste als Absturzsicherung an der Fahrbahn. Durch diese Maße ist die Transportkiste für die Modelle erheblich zu groß, doch um eine Brücke aufbauen zu können sind diese Maße erforderlich. Im aufgebauten Zustand ergibt sich für die Brücke eine Durchfahrtshöhe von 29 cm. Und eine Länge von 240 cm. Dies reicht für die meisten Modelle, auch Tamiya Modell können diese Brücke unterfahren. In der Kiste kann das Modell und andere Gegenstände zu den Ausstellungen transportiert werden. Als Gegenstände könnten zum Beispiel die Fernsteuerungsanlage, eine kleine Kühltasche oder Werkzeug sein. Hier ist es erforderlich sich vor dem Bauen mal den einen oder anderen Gedanken zu machen und zu verlieren. Was benötige ich bzw. was soll mit? Für solche Überlegungen empfehle ich immer folgende Variante. Man nehme ein großes Blatt Papier und einen Bleistift oder Kugelschreiber. Kommen Gedanken zu der Transportkiste sollte man es aufschreiben oder aufzeichnen. Hier sollte alles aufgeschrieben werden. An einem gesetzten vorher bestimmten Datum beginnt man mit der Arbeit. Ich nehme mir immer etwa 14 Tage Zeit bis zum Datum. Die Gedanken zu bewerten und einen endgültigen Plan zu erstellen.
Die Bewertung kann wie folgt aussehen:
Kommen wir noch einmal zu der Beschaffenheit der Transportkiste zurück. Breite Gurte dienen als Tragehilfe. Sie sind bequem und angenehmer, weil schmalle Gurte stärker in die Hände schneiden. Die Modelle werden entsprechend ihren Maßen in der Kiste gesichert. Die einfachste Sicherung sind Schaumstoffplatten die das Modell in der Kiste fixieren. Es funktioniert auch, das die Achsen am Modell in Aufnahmen stehen. Schlicht ist einfach eine Holzleiste vor die Vorderachse und hinter die Hinterachse zu legen. Das Modell sollte so in der Kiste stehen das die Kiste im angehobenen Zustand das Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Man hat Schwierigkeiten beim Transport wenn die Kiste einseitig beladen ist. Es ist schwierig die Kiste dann z.B. Ins Auto zu heben, weil die tiefste Kante auch noch über die Ladekante kommen muß. Lustig wird diese Angelegenheit, wenn dann eine Stufe betreten werden muß um das Modell von oben in den Kofferraum zu senken oder die Kiste auf die Ladekante gestellt werden muß und dann noch einmal umgefaßt werden muß.


Um die Kiste aufzubauen ist kein besonderer Werkzeugbedarf erforderlich. Entweder sägt man sich die Teile selber zu oder im Baumarkt seines Vertrauen kann man dieses machen lassen.
Ich beschreibe den Aufbau der Kiste wenn man sich die Holzteile selber zusägt.
Die langen Seitenteile werden als große Leimholzplatte 120 cm x 40 cm gekauft. An der linken Seite wird auf 20 cm eine Makierung gesetzt. Auf der rechten Seite erfolgt eine Makierung auf der unteren Ecke und beiden Makierungen werden mit einem Bleistiftstrich verbunden. An diesem Strich wird die Leimholzplatte zersägt. Nun sind die langen Seitenteile fertig.
Das linke Seitenteil mit dem Maß 37 cm x 40 cm wird auf der 40 cm Seite halbiert. An diesem Sägeschnitt wird später Klavierband oder Schaniere befestigt um als Drehpunkt zu dienen. Eine kleine Anpassung für die Schaniere bzw. Klavierbänder sind erforderlich. Die rechte Seite wird angepaßt zwischen die beiden Seitenteile verschraubt. An der rechten Seite werden Kistenverschlüße aufgeschraubt. Sie werden benötigt um das Unterteil und Oberteil mit einander zu verbinden und zu verschließen. Die Leimholzplatten werden verleimt und verschraubt. So nun ist die Kiste fertig und wird entsprechend des Erbauers farbig gestaltet. Als Boden und Deckel der Kiste ist eine Siebdruckplatte verwendet worden. Auf den Fahrspuren ist noch grobes Schleifpapier verklebt worden. Damit die Schräge leichter zu befahren ist. Ebenso kann auch Antirutschband aufgebracht werden, dies wird bei Holztreppen verwendet. Man kan die Brücke mit z.B. Reklametafeln oder Graffities verschönern.
Das Brückenteil was die beiden Kisten miteinander verbindet ist ein seperates Teil. Eine Siebdruckplatte mit entsprechenden Absturzsicherungen ausgestattet. In diesem Fall ist noch ein Bogen aus Kunststoffprofilen angefertigt worden. Die Maße sind so gewählt worden das die beiden Bögen zwischen die beiden Absturzsicherungen liegen können. Zu Sicherung des Transportes sind diese mit Kleppbändern ausgestattet. Die Kunststoffprofile haben unten ein Alu – U – Profil, damit sie auf die Absturzsicherung gesteckt werden können. Das Brückenteil wird mit einem Splint ( dicker Stahlnagel ) an den Kisten befestigt. Dies ist erforderlich damit das Brückenteil nicht verrutscht und auch demontiert werden kann.
Was nicht besonders erwähnt wurde und doch wichtig ist. Als Absturzsicherung für die Modelle wenn sie die Brücke befahren wird eine Holzleiste aufgeschraubt. Es handelt sich in diesem Fall um eine Modellbauleiste mit dem Maß 4,5 cm x 1,5 cm. Die Besfestigung erfolgt auf der schmallen Seite der Leiste.
Wir haben die Brücke schon mehrfach auf Ausstellungen verwendet und im haben einen kleinen Mangel festgestellt oder eine Verbesserung uns ausgedacht. Die Kiste ist groß genug um eine Ampelsteuerung dort zu verbauen. Die Ampel soll die Zufahrt zur Brücke regeln, weil die Breite nicht breit genug ist um im Gegenverkehr sich zu begegnen zu können.
In einer Transportkiste befindet sich ein Radlader und in der anderen ein Tamiya LKW Hakenabroller mit Anhänger.
Die Transportkisten gehören Jörg Kirchhoff

 

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erstellt am 23.04.2014

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