Radarfalle
 


Die Radarfalle ist auf der Modelbau West 2015 in Castrop Rauxel ist die das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt worden. 

Auf den Bildern ist die Radarfalle mit einer kleinen Baustelle kombiniert.

Wie schnell ist mein Modell? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder Modellbauer einmal. Das war der Grund, sich hiermit genauer zu beschäftigen.

Großes Problem war die Auswahl der Sensoren, die eine Durchfahrt des Modells erkennen müssen. Die Auswahl fiel auf IR-Abstandssensoren, Gründe waren
u.a.:
- eine normale Lichtschranke benötigt einen Sender und auf der anderen Seite einen Empfänger, welche genau ausgerichtet werden müssen.
- Reflexlichtschranken haben (im bezahlbaren Rahmen!) eine geringe Reichweite (<10mm).
- Fotozellen auf dem Boden müssten in eine Grundplatte eingebaut werden, die überfahren werden muss (Rampen wären die Folge).


Mit den beiden IR-Sensoren in einem bekannten Abstand wird die Zeit gemessen, die das Modell für die Durchfahrt benötigt. Der verwendete Mikrokontroller ist mit 16MHz getaktet und ist so in der Lage, Zeiten von kleiner 1ms zu messen - für diesen Anwendungszweck völlig ausreichend.

Aus der gemessenen Zeit und dem Abstand der Sensoren wird die Geschwindigkeit maßstabsgerecht errechnet. Der Maßstab ist über zwei DIP-Schalter einstellbar (1:12, 1:14, 1:16 und 1:18). Ist die Geschwindigkeit größer als die erlaubte Geschwindigkeit, wird ein Blitz ausgelöst. Selbstverständlich wird die Toleranz von 3km/h berücksichtigt 

Die erlaubte Maximalgeschwindigkeit kann über vier verschiedene Tafeln ausgewählt werden (30km/h, 50km/h, 60km/h und 80km/h). Der Mikrokontroller erkennt automatisch über zwei Taster im Gehäuse und einer Codierung an der Tafel, welche Tafel auf dem Rahmen gesetzt ist.

Vorteil der selbst gebauten und programmierten Anlage ist, dass Erweiterungen jederzeit möglich sind. So besitzt die Geschwindigkeitsmessanlage eine Schnittstelle zu einem PC, "Wünsche" wären u.a. eine echte Kamera auszulösen, Liste mit "geblitzten" Fahrzeugen zu erstellen usw.

Die Seitenansicht der Radarfalle





Eine kleine Geschwindigkeitsüberschreitung.

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erstellt am 21.10.2015

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